Feuerwehr
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Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Kehrenbach
Im März 1930 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Vockeroth eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte eine Pflichtfeuerwehr bestanden.
Als Spritze diente in diesen Tagen, für die damaligen Verhältnisse gute Saug- und Druckpumpe. Sie musste von acht Kameraden durch Hand bedient werden. Die schlechten finanziellen Verhältnisse der Gemeinde Kehrenbach ließen es nicht zu, Uniformen für die Wehr zu beschaffen. Ebenfalls konnte damals keine Motorspritze gekauft werden. Doch der Einsatz der Feuerwehr war damals mit der Handspritze relativ gut gewährleistet.
Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestand die Freiwillige Feuerwehr Kehrenbach. Dann musste eine Pflichtfeuerwehr an ihre Stelle treten, da die meisten Kameraden in den Krieg ziehen mussten. Während dieser Zeit wurde nur der notwendigste Dienst versehen, um dem Brandschutz genüge zu tun.
Nach 1945 schlugen alle Versuche fehl, die FF wieder ins Leben zu rufen, da sich nicht genügend Freiwillige fanden. Die meisten Männer waren gefallen, oder in Kriegsgefangenschaft.
Es dauerte bis ins Jahr 1961, bis die FF wieder gegründet werden konnte. Bürgermeister Heinrich Heinemann sorgte mit seiner Gemeindevertretung für eine Motorspritze (Bachert TS 8/8 mit VW Industriemotor). Ein neues Gerätehaus wurde in Eigenleistung errichtet und nach und nach wurden die Kameraden nach Vorschrift ausgerüstet. Im Mai 1962 wurde anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages die Pumpe und das Gerätehaus in die Obhut der Feuerwehr übergeben. Nun konnte ein geordneter Übungsdienst geleistet werden und die Schlagkräftigkeit der Wehr war noch größer geworden.
Im Jahre 1969 beschloss die Gemeindevertretung einen gebrauchten VW-Bus als Feuerwehrfahrzeug zu kaufen. Die FF nahm das Fahrzeug gern in Empfang, war doch hierdurch ihre Beweglichkeit verbessert worden.
Feuerwehr 2Am 18. und 19. Juli 1970 konnte die Feuerwehr auf Ihr 40jähriges Bestehen zurückblicken. Die Feier wurde im Rahmen eines Bezirksfeuerwehrtages begangen.
Seit dem 1.11.1971 gehört die Gemeinde Kehrenbach zur Stadt Melsungen. Hierdurch änderte sich auch die Situation der Freiwilligen Feuerwehr Kehrenbach. Aber die Zusammenarbeit der acht Feuerwehren der Stadt Melsungen entwickelte sich recht gut, so dass nach anfänglichen Befürchtungen der Kameraden eine stetige Aufwärtsentwicklung der FF begann.
Im Jahre 1976 wurde zum ersten mal, unter Jugendfeuerwehrwart Wolfgang Heinemann, eine Jugendfeuerwehr gegründet, mit damals zehn Jugendfeuerwehrleuten. Sie musste allerdings im Jahre 1978 wegen Nachwuchsmangel ihre Arbeit wieder einstellen.
Nachdem im Frühjahr 1976 das alte Feuerwehrfahrzeug vom TÜH verworfen wurde, beschloss die Stadt Melsungen ein neues Fahrzeug zu beschaffen. Nachdem sich abzeichnete, dass das neue Feuerwehrauto nicht in die vorhandene Garage passte, ließ die Stadt Melsungen ein neues Gerätehaus bauen. Im Oktober 1976 kam das neue Feuerwehrfahrzeug (TSF auf Ford Transit mit Ziegler Aufbau). Es wurde alsbald mit dem neuen Gerät geübt. Im Mai 1977 war das Gerätehaus fertig und wurde offiziell mit dem neuen Fahrzeug übergeben.
Nachdem die Gaststätte Wagner 1991 zum Asylantenheim umgebaut wurde reagierte die Stadt Melsungen und die FF wurde mit vorerst gebrauchten Atemschutzgeräten (Dräger PA 54) ausgestattet. In 1991 antwortete man außerdem auf die schlechte Wasserversorgung im Stadtteil und die Feuerwehr wurde mit einem Schlauchanhänger (Aufbau von Ziegler mit 400 m B-Schlauch) ausgerüstet, um die Versorgung im Oberdorf mit Löschwasser sicher zu stellen.
Die TS 8/8 zeigte nach über 30 Jahren schwere Mängel, könnte teilweise erst nach mehreren Minuten gestartet werden. Sie wurde im November 1994 durch eine TS 8/8 Ultra-Leicht der Firma Ziegler, wie sie in den anderen Stadtteilen auch im Einsatz ist, ersetzt. Sie hat einen Zweitaktmotor um zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht von nur ca. 150 kg aus. Die TS hatte ihren ersten großen Einsatz gleich im Januar 1995 bei dem Jahrhundert Hochwasser der Fulda, am Kreiskrankenhaus in Melsungen.
Im Jahre 1998 wurde ein neues Kapitel in Kehrenbach aufgeschlagen. Seit September 98 verfügt die Freiwillige Feuerwehr Kehrenbach über ein TSF-W. Einige Eckdaten dieses Fahrzeuges sind der 500 Liter Wassertank, Schnellangriffschlauch, Kettensäge und Atemschutz.
Am 29.Januar 1999 wurde nach fast einjähriger Probezeit eine neue Jugendfeuerwehr gegründet. Sie wurde von Thorsten Salzmann als Jugendfeuerwehrwart geleitet. Die Freiwillige Feuerwehr wünscht sich, daß diese Jugendfeuerwehr von den Problemen ihrer Vorgängerin verschont bleibt, und sich ihr immer genügend Jugendliche anschließen.
Nun ist die FF fast optimal ausgerüstet, da aus der Geschichte der Feuerwehr ersichtlich wird, daß die Technik sich weiterentwickelt, angepaßt an die immer größer werdenden Gefahren, denen sich die Feuerwehrmänner und Frauen aussetzen.
Zum 31. Dezember 1998 zählte die Freiwillige Feuerwehr Kehrenbach 96 Mitglieder, hiervon waren 26 in Einsatzabteilung aktiv, und ein Mitglied ist in der Alters- und Ehrenabteilung. Der Jugendfeuerwehr gehören nach ihrer Gründung drei Mädchen und dreizehn Jungen an.
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Die Ortsbrandmeister und Wehrführer seit 1930:
1930-1932 Heinrich Reimold
1932-1933 Gottfried Wagner
1933-1961 Christian Rauschenberg
1961-1964 Hugo Wenzel
1964-1981 Walter Horn
1981-1996 Wolfgang Heinemann
1996-2001 Mario Schmelz
2001-2009 Wolfgang Heinemann
2009-2014 Karsten Oeste
seit 2014 Mario Schmelz

 

 

 

 

Download der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kehrenbach

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